|
|
|
• Ich mochte immer die Geschichten à la Giono, wo man in eine echte Landschaftsstimmung mitten in der idyllischen Strauchheide mit ihren mediterranen Düften, die so intensiv, fast zu stark sind und dem maritimen Wind, versetzt wird. Günstiges Umfeld zum Schreiben für einen „kleinen Jungen" auf der Suche nach einem Ideal.
Hier der Dekor: CALCE! Der mineralische Bezug des Dorfnamens unterstreicht seine Besonderheit. Die Geschichte unserer Erde ist hier entlehnt. Das Meer, Mutter des Kalkplateaus, ist nicht weit. Man kann seinen Vetter, die Corbières, die tumultvolle Geburt der Pyrenäen ein bisschen entfernt hat, erkennen. Von der Höhe des Canigou wachen die Pyrenäen, bleich diese Ruhe gestört zu haben.
Man spürt noch in der Landschaft von Calce die tektonische Energie der bewegten Zeiten.
|
•
Im Laufe der vielen Verwerfungen erstrecken sich Täler im Kontrast von bunten Mergel-Regenbögen und braunem Schiefer.
Eine Landschaft lesen wie ein Buch, ein Gemälde oder eine Skulptur. Die Sinne führen uns: das Sehen, Berühren, Riechen und Hören. Aber einer fehlt! Der Geschmack. Die Erde schmecken, den Stein, diese Idee gefällt mir gut. Aber man müsste die Verbindung zwischen den Elementen Himmel und Erde und unseren Sinnen finden.
Warum nicht den verkümmerten krummen Rebstock befragen? Er ist schon so lange da und scheint seine immensen Wurzeln tief in den Fels zu tauchen.
|
• Also, es geht los, ich schlage den Weg des Auszubildenden im Weinbau ein. Im Winzerhaus Amiel in Marx machte es klick. Ich entdeckte die Vielfältigkeit des Roussillon, die Qualität seiner Weinbaugebiete und der Rebsorten. Dann habe ich bei Gérard Gauby meine Kenntnisse als Weinbauer vertieft. Hier in Calce wurde mir bewusst, dass ich meinen Traum verwirklichen konnte.
Vom Charakter her neugierig, möchte ich wissen, was in dieser kleinen Kalkbodenecke oder auf diesem Schieferzipfel oder den Mergelböden vor sich geht.
|
|
|
|
| |